COACH - werden

Ausgangslage

Um das Ziel des Projektes, Mädchen mit Migrationshintergrund durch niedrigschwellige Angebote wie Mädchen-Fußball-AGs an Grundschulen, Mädchenfußball-Turniere und Fußball-Camps zum Sport zu führen und dadurch in die Gesellschaft zu integrieren, erreichen zu können, bedarf es weiblicher Übungsleiterinnen mit Migrationshintergrund. Denn sie werden in vielen Schulen und Vereinsgruppen gesucht, um der Fußballbegeisterung junger Mädchen begegnen zu können und auch Mädchen mit Migrationshintergrund den Zugang zum Sport zu ermöglichen.

An diesem Punkt setzt das Projekt „Coach werden“ an, denn es beinhaltet als Hauptinhalt das Qualifizieren jugendlicher Mädchen zu Coaches, die in Mädchen-Fußball-AGs mitarbeiten oder die Durchführung von Turnieren und Camps unterstützen.

 

Projektaufbau und Umsetzung

 

Ziele

  • Befähigung zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration von Mädchen mit Migrationshintergrund im und durch Sport
  • Ausbildung von jugendlichen Mädchen (mit Migrationshintergrund) zu verantwortungsbewussten Coaches
  • Qualifizierung für die aktive Teilnahme am Schul- und Trainingsbetrieb durch die Ausbildung
  • Förderung der der pädagogischen Kompetenz der Jugendlichen sowie der Motivation für gesellschaftliches Engagement
  • Stärkung des Selbstkonzepts und -bewusstseins der Jugendlichen
  • Schaffung von Erfolgserlebnissen für Kinder und Jugendlichen

 

Umsetzung

Zur Vorbereitung der Durchführung der Qualifizierungsmaßnahmen werden zunächst lokale Netzwerke an den 12 Projektstandorten in Deutschland aufgebaut. Diese Netzwerke werden im Laufe des Jahres 2015 genutzt, um vor Ort die Qualifizierung der jugendlichen Mädchen zu Coaches zu realisieren. Die Qualifizierung erfolgt durch eine zweitägige Ausbildung, die verschiedene Elemente aus Theorie und Praxis miteinander kombiniert und neben der Vermittlung des Sportspiels Fußball pädagogische Themen wie „Merkmale guter Übungsstunden“ und „Rituale im Training mit Kindern“, aber auch Fragen zur Aufsichtspflicht und Hinweise zum verantwortungsvollen Umgang mit Kindern, beinhaltet. Als Höhepunkt der Ausbildung übernehmen die Teilnehmerinnen die Rolle der Lehrperson und leiten Grundschülerinnen im Sport an. Durch die Ausbildungen werden die Jugendlichen zu Tätigkeiten wie dem Leiten einer Gruppe motiviert und zudem erfahren sie Erfolgserlebnisse und erleben eine Stärkung ihres Selbstbewusstseins.

Zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit der Qualifizierung und damit gesamten Initiative, werden die Jugendlichen nach der Ausbildung durch lokale Schlüsselpersonen begleitet und betreut und im Rahmen der Mitorganisation von Turnieren und Camps und der Mitleitung von Übungsgruppen in Schulen und Vereinen aktiv eingebunden.

Die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der Integrationspolitik und der Förderung des Zusammenlebens von Ausländern und Deutschen.

Aydan Özoğuz

Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung

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